Stephanie Pelz:
Wasser für die Füße, 2017


Kinderkrippe Krayweg 8
Architekt: Füllemann Architekten, Gilching
 

Einzelwerk
   

dauerhaftes Bodenbild, Spielfeldmarkierungsfarbe in dunkelblau und hellblau



Wasser ist der Ursprung allen Lebens. Für die Münchner Künstlerin Stephanie Pelz steht es zugleich für Geborgenheit, Entspannung und Selbstvertrauen. Sich im Wasser treiben zu lassen, gibt ein Gefühl von Schwerelosigkeit und Freiheit - ein bisschen wie fliegen. Zudem passt sich das Wasser Gegebenheiten an, überwindet Hindernisse und bahnt sich seinen Weg. Die Künstlerin möchte dies den Kindern mitgeben, um gelassen und selbstbewusst alle Herausforderungen des Lebens meistern zu können.
Damit sich die Kinder so wohl fühlen wie ein Fisch im Wasser, schuf sie in der Kinderkrippe am Krayweg 8 in Allach auf dem gesamten Boden der Einrichtung ein dauerhaftes Wasserbild. „Wasser für die Füße“ bildet mit seiner Lebendigkeit in Struktur und Farbe ein Gegenstück zu der Linearität der Architektur in massiver Bauweise aus Tannenholz. Mit einem dicken Pinsel glitt die Künstlerin in schwingenden Bewegungen durch die Einrichtung und bedeckte den hellbeigen Linoliumboden mit hell- und dunkelblauen Wellen und Wirbeln. Durch die zwei Blautöne ist die Beschaffenheit des Wassers in durchgängigen, dynamischen Pinselstrichen eingefangen. Der changierende Effekt des Hell-Dunkels verleiht dem Bild räumliche Tiefe und durch den pastosen Pinselduktus eine plastische Dimension, die auch ertastet werden kann. Aus kleinen Rinnsalen in den einzelnen Spielzimmern entwickeln sich in den Gängen plätschernde Bäche, die im Eingangsbereich in ein mystisches Meer münden. Das Wasser als Lebenselixier erfüllt das Gebäude mit positiver Energie und soll die Kinder zu Laufübungen genauso wie zu abenteuerlichen Schifffahrten auf hoher See animiere.

Fotos: Tobias Wooton