Dieter Kunz:
unsichten, 2001


Grundschule - Klenzestraße 48
 

Einzelwerk
   

Installation mit optischen Glas, Edelstahl, elektrische Anlageteile



Das Sehen als aktiver Wahrnehmungsprozess und die Reflexion der räumlichen und thematischen Gesamtsituation bestimmen die Arbeit für den neu gestalteten Schulhof. Statt diesen mit Kunst zu besetzen, sind den Schülern hier durch Kunst Freiräume geboten, die sie selbst gestalten können.
Die Installation setzt sich aus fünf vertikalen und sieben horizontalen optischen Instrumenten zusammen. Die Maße der Objekte sind auf die Körpergröße der sechs bis zehnjährigen Kinder sowie auf die Topografie des Geländes abgestimmt. Jedes optische Element besteht aus einer Edelstahlröhre mit einem austauschbaren Bildträger, der mit einer geschliffenen Linse aus optischem Glas abschließt.
Die Schüler werden dazu angeregt, sich zu einer möglichen Vernetzung der "Kunstbehälter" Gedanken zu machen oder diese spielerisch zu erarbeiten, indem sie selbst bestimmen, was durch die Linsen zu sehen ist. So ermöglichen es die Objektträger im Innern der Edelstahlröhren, Zeichnungen, Fotos, kleinere Gegenstände und eventuell sogar Videofilme zu präsentieren. Gleich Mikroskopen lenken sie die Aufmerksamkeit auf das Detail und regen dazu an, es genau zu erforschen oder sich Geschichten dazu auszudenken.
Ein poetischer Eindruck entsteht, wenn man sich einem Objekt nähert. Je nach Betrachtungswinkel bricht sich das Tageslicht in den Linsen und es verschmelzen die Spiegelungen der Umgebung auf der Linsenoberfläche mit dem Bild unter den Linse. Es zeigt sich ein komplexer, aus den zahlreichen Überblendungen zusammengesetzter Bildraum, der sich rational nicht mehr erfassen lässt. Eine frei programmierbare Beleuchtung im Innern einiger Objekte kann je nach Jahreszeit diesen Eindruck noch verstärken. Anja Novak

Fotos: Dieter Kunz

 


Blick in den Pausenhof der Grundschule Klenzestraße mit der Arbeit
Pressebild zum Download / Abdruckrechte in Abstimmung mit QUIVID


Detail der Arbeit
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