Stefan Wischnewski:
Auf die Plätze, 2016


Gymnasium München Nord - Knorrstraße 171
Architekt: h4a Gessert Randecker Generalplanter GmbH
 

Einzelwerk
   

Edelstahl-Netze, -Rohre, Sportbodenbelag, Metallplaketten
Drei Installationen in Innenhöfen : ca. 400 x 250 x 380 cm
Eine Installation in der Aula : ca. 1100 x 150 x 1200 cm




Flexibilität, Aktion, Spielfreude und Sportsgeist charakterisieren alle vier Installationen von Stefan Wischnewski, die sich zudem durch einen gemeinsamen Titel verbinden: „Auf die Plätze”. Ebenso wie die sich assoziierenden Folgekommandos „fertig... los!“ verleihen die raumgreifenden, aber gänzlich unmonumentalen Skulpturen den vom Künstler gewählten Orten – drei verglasten Lichthöfen sowie dem Luftraum über einer Treppenanlage – eine Atmosphäre von geradezu heiterer Leichtigkeit und Mobilität. „Auf die Plätze” ist für eine Schule entstanden, die sich der professionellen Sportförderung verschrieben hat. Von hier aus „starten“ Karrieren, nehmen „Laufbahnen“ ihren Anfang.
Die alle vier Installationen verbindende Materialstruktur ist ein Netz, das dem Schulgebäude symbolisch Zusammenhalt verleiht. Gleichzeitig erhält das architektonische Programm, das aus einem zentralen Baukörper sowie drei angegliederten Lern-Clustern besteht, durch die Kunstwerke individuelle Orientierungsmomente.
Angelehnt an die Idee des Zirkeltrainings verweisen die Arbeiten mit ihrem Dialog der Formen und Körper (Bänder, Kegel, Stangen, Ringe) auf Aspekte körperlicher Übungen ebenso wie dynamisch-physikalischer Gesetzmäßigkeiten: Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer. Insofern können die Kunstwerke in den Lichthöfen, die von den jeweiligen Etagen unterschiedliche Perspektiven bieten, auch als Anmutungen zeitloser Schulmodelle in Glasschaukästen gelesen werden.
Bernhart Schwenk

Fotos: Sebastian Schels