Bruno Wank:
Feuer und Flamme, 2016


Gymnasium München Nord - Knorrstraße 171
Architekt: h4a Gessert Randecker Generalplanter GmbH
 

Einzelwerk
   

Sockel: Material Bronze, 50 x50 x 110 cm
Flamme: Material Edelstahl poliert, 110 x 97 x 460 cm



Die Flamme ist das alle Olympischen Spiele traditionell begleitende Element. In der griechischen Antike zu Ehren der Göttin Hestia entzündet, gebietet das olympische Feuer bis heute, dass, solange es brennt, die Völkergemeinschaft alle Konflikte ruhen lässt. Die Flamme ist daher nicht nur ein Symbol für persönliche (Willens-)Kraft und Ausdauer, für das innere Feuer der Leidenschaft und die ungebändigte Freude am sportlichen Wettkampf, sondern auch für den internationalen Frieden – das „Brennen für eine gemeinsame Sache“.
Die Skulptur einer stilisierten Flamme hat Bruno Wank für den öffentlichen Platz vor dem Haupteingang eines Gymnasiums geschaffen, dem die Förderung des Leistungsports ein zentrales Anliegen ist. Aus einem relativ niedrigen und schlichten dunklen Sockel scheint seine Flamme fünf Meter hoch emporzulodern. Ihre Oberfläche besteht aus poliertem Edelstahl, der sie wie einen Spiegel glänzen lässt und ihre unmittelbare Umgebung sowie den Himmel reflektiert. Fast scheint es, als führe die Silberflamme die in ihrer Nähe befindlichen Menschen in einer rotierenden Bewegung nach oben. Auf der Außenhaut der Flamme könnten sich somit die Hoffnungen und Wünsche der jetzigen wie zukünftigen Schülerinnen und Schüler spiegeln, der (selbst-)prophetische Traum von einer Teilnahme an den Olympischen Spielen inklusive. Auf dem Weg in eine Zukunft voller Energie und Erfolg wirkt „Feuer und Flamme“ wie ein Versprechen, ist Erleuchtungsfigur, Identifikation und Projektionsfläche zugleich.
Bernhart Schwenk

Fotos: Hermann Reichenwallner