Jeppe Hein:
Spaces Between Trees and People, 2013


Pasing Zentrum - Platz an der Ecke Rathausgasse / Am Schützeneck
 

Einzelwerk
   

Brunnen, Maße: 22,0 x 23,0 x 2,30 m

Edelstahlbecken, Düsenrohr mit 885 Einzelstrahldüsen
farbiger Bodenbelag, Edelstahl-Kreiselpumpen mit Umrichtersteuerung
Filtersystem, Sitzelement

Realisiert mit großzügiger Unterstützung der mfi AG

Am Mittwoch 08. Mai um 15.00 Uhr wurde der Brunnen „Spaces between Trees & People“ auf dem neuen öffentlichen Platz an der Ecke Rathausgasse / Am Schützeneck offiziell in Betrieb genommen.

Brunnen zählen zu den Anziehungspunkten im öffentlichen Raum. Sie sind beliebte Treffpunkte und laden durch ihre oftmals eindrucksvolle künstlerische Gestaltung zum Verweilen ein. Bei Jeppe Hein werden die Brunnen aber zu einem Ereignis. Für den Platz an der Ecke Rathausgasse/ Am Schützeneck im neu gestalteten Zentrum von Pasing entwarf er einen großzügigen, begehbaren Pavillon auf einer Fläche von circa 22 x 23 Metern. Die Wände sind nicht aus Glas, sondern aus Wasser. Durch 885 Einzeldüsen schießen Fontänen bis auf eine Höhe von 2,3 Metern empor und verbinden sich zu sanft geschwungenen Wasserwänden. Das ist schon an sich ein imposantes Schauspiel. Bei Jeppe Hein ist aber auch der Zuschauer eingeladen, Teil dieses Kunstwerks zu werden. Sitzgelegenheiten locken ihn ins Innere der monumentalen Brunnenanlage. Nach einem vorprogrammierten Rhythmus entstehen immer wieder neue Wasserwände, die Räume öffnen, aber auch wieder verschließen.

Formal hat sich der 1974 geborene dänische Künstler an den umgebenden Platanenbäumen auf dem neu entstandenen Areal orientiert. Die weiche organische Form des Brunnens setzt spielerisch einen Kontrapunkt zur Strenge der umgebenden Architektur. Bei der Betrachtung von Heins Brunnen, kann man viel über das Verhältnis von Stadt, Raum, Mensch und seine Ordnung, über die Geschichte der Brunnengestaltung und ihrer Funktion im öffentlichen Raum philosophieren. Aber man kann es auch lassen und sich einfach nur über das Wasserspiel freuen, das nicht nur Kinder immer wieder aufs Neue begeistert.

Cornelia Gockel

Fotos: Wilfried Petzi