Aktuell



Das Kunstwerk „Sweet Brown Snail“ wird saniert

Das Baureferat saniert vom 18. bis 28. Juni das Kunstwerk „Sweet Brown Snail“, das auf dem Zentralen Platz beim Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Theresienhöhe steht. Dafür wird ein von einem Bauzaun gesichertes Zelt über dem Kunstwerk aufgestellt. Die 4,50 Meter hohe Skulptur besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff auf einer Stahlunterkonstruktion. Von einer Fachfirma, die schon an der Entstehung des Kunstwerks beteiligt war, wird der alte Farbauftrag vollständig entfernt, Fugen abgedichtet, die Oberfläche neu beschichtet und gemäß der Originalfassung neu bemalt und versiegelt.
Das Kunstwerk entstand 2007 im Rahmen von QUIVID, dem Kunst-am-Bau-Programm der Stadt München, nach dem Entwurf der US-amerikanischen Künstler Jason Rhoades und Paul McCarthy. Die Schnecke steht in ironischem Gegensatz zum Traum von Geschwindigkeit, verkörpert aber gleichzeitig mit ihrem tragbarem Haus die ewige Sehnsucht nach unbegrenzter Mobilität, wofür die Ausstellungsstücke im Verkehrszentrum stehen. Das Objekt aus der Werkreihe „Proppositions“ ist die 29-fache Vergrößerung einer Tonfigur, welche die Künstler dem Nippessortiment eines Kiosks entnommen hatten.



 

Freiham Folly von Mutter/Genth

Das neue Stadtquartier Freiham Nord hat eine markante Orientierungsmarke erhalten: Die 21 Meter hohe Turmskulptur „Freiham Folly“ wurde am 27. November, im Auftrag des Baureferats errichtet. Der Standort liegt im Grünband zwischen Freiham und Aubing nahe der Kunreuthstraße.

Der „Freiham Folly“ wird im Rahmen von Quivid, dem Kunst-am-Bau-Programm der Landeshauptstadt München, zum Neubau der beiden Grundschulen in Freiham im Grünband realisiert. Die Grünanlage verbindet sowohl die beiden neuen Grundschulstandorte miteinander als auch Neuaubing mit dem zukünftigen Stadtteil Freiham. Die „Kommission für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum“ hat die Turm-Skulptur „Freiham Folly“ des Künstlerduos Heike Mutter/Ulrich Genth als weithin sichtbare Orientierungsmarke zur Realisierung empfohlen. Sie soll für die Schülerinnen und Schüler sowie auch für die Anwohnerinnen und Anwohner eine identitätsstiftende Wirkung erzeugen. Der Stadtrat beschloss im September 2017 die Ausführung.

Infopoint in Freiham
Umfassende Informationen zu den öffentlichen Baumaßnahmen des Baureferates im entstehenden Stadtquartier Freiham Nord gibt es vor Ort in der Unterführung der S-Bahn-Station Freiham. An sechs 2,80 Meter hohen und 1,40 Meter breiten Infostelen wird auf 75-Zoll-Bildschirmen mit Visualisierungen, grafisch aufbereiteten Übersichtsplänen und Informationsmaterialien ein umfassendes Bild der Bauvorhaben geschaffen. Die gezeigten Inhalte – unter anderem zum Bau von Schulen, Grünflächen, Straßen, des Sportparks oder der LED-Beleuchtung des neuen Stadtviertels – werden je nach Fortschritt bei den einzelnen Projekten angepasst und aktualisiert. Passanten wird es dadurch ermöglicht, sich unmittelbar vor Ort zu informieren. Der Stadtrat hatte im März 2017 dem Baureferat den Auftrag für diese Form der Öffentlichkeitsarbeit erteilt.

Weitere Informationen finden Sie auf www.freiham-bau.de. Die Stellungnahme der Kunstkommission zum künstlerischen Entwurf können Sie in der Rubrik Einzelwerke, Mutter/Genth, Freiham Folly nachlesen.



 

Lichtkunstwettbewerb für Freiham

Der Bauausschuss des Münchner Stadtrats hat am 8. Mai einstimmig beschlossen, dass das von der Kunstkommission empfohlene Kunst-Licht-Projekt für die öffentlichen Grünflächen von Bildungscampus, Sportpark und Landschaftspark im entstehenden Quartier Freiham-Nord umgesetzt werden soll. Das Baureferat wurde beauftragt, im Zuge der Planungen für den Landschaftspark das Projekt weiter zu konkretisieren.

Im Rahmen von QUIVID, dem Kunst-am-Bau-Programm des Baureferats, wurde zuvor ein Lichtkunstwettbewerb durchgeführt. Der Stadtrat erteilte dafür am 21. März 2017 den Auftrag. Zu dem Wettbewerb waren vier Künstlerinnen und Künstler sowie vier Lichtplanungsbüros eingeladen, die sich jeweils einen Partner der anderen Profession als Teampartner suchten.

Die Aufgabenstellung des Lichtkunstwettbewerbs sah die Realisierung eines künstlerischen Beleuchtungskonzepts vor, das eine Verbindung der öffentlichen Grünflächen des Bildungscampus, des angrenzenden Sportparks und dem zukünftigen Landschaftspark schafft. Die künstlerische Beleuchtung soll die erforderliche Grundbeleuchtung der öffentlichen Flächen ersetzen. Der Wettbewerb gliederte sich in einen Realisierungsteil für Schulcampus und Sportpark und in einen Ideenteil für den Landschaftspark.
Die Kommission für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum empfahl einstimmig den Entwurf „Freiham illuminata // Luce del respiro“ des Teams Olaf Nicolai und Studio Dinnebier aus Berlin zur Realisierung.

Die Stellungnahme der Kunstkommission zum 1. Preis finden Sie in der Rubrik Einzelwerke, Nicolai / Dinnebier, Freiham illuminata / Luce del respiro



 

QUIVID- Kunststadtplan für München

1985 wurden vom Münchner Stadtrat die Richtlinien für die Kunst am Bau beschlossen. Seitdem konnten auf dieser Grundlage über 375 Kunstprojekte realisiert werden. Der neu aktualisierte Stadtplan, der jetzt in 4. Auflage erscheint, zeigt 92 Projekte, die sich entweder im öffentlichen Raum befinden oder von diesem aus gut sichtbar sind. Er gibt damit einen repräsentativen Überblick der entstandenen Arbeiten seit 1985. Der Plan wurde von zwei Stadtratsmitgliedern aus der Kunstkommission angeregt.

QUIVID ist der Name des Kunst-am-Bau-Programms der Landeshauptstadt München. Bis zu zwei Prozent der reinen Baukosten stehen bei kommunalen Bauaufgaben für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum zur Verfügung. Das Baureferat fungiert hierbei als Auftraggeber. Beraten wird das Baureferat von der Kommission für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum. Diesem ehrenamtlichen Gremium gehören in der Mehrheit Kunstfachleute an, außerdem Mitglieder aller Stadtratsfraktionen und die Vorsitzenden der örtlich zuständigen Bezirksausschüsse, daneben ein Mitglied aus der Architektenschaft. Beteiligt sind stets auch die Architekten des jeweiligen Bauprojekts.

Der QUIVID-Kunststadtplan liegt zur Zeit in mehreren städtischen Kunstinstitutionen sowie der Stadt-Information im Rathaus aus und ist auch direkt über das QUIVID-Team erhältlich (Mail: quivid.bau@muenchen.de)