Aktuell



Freiham Folly von Mutter/Genth wird aufgestellt

Das neue Stadtquartier Freiham Nord erhält eine markante Orientierungsmarke: Die 21 Meter hohe Turmskulptur „Freiham Folly“ wird ab morgen, den 27. November, im Auftrag des Baureferats errichtet. Der Standort liegt im Grünband zwischen Freiham und Aubing nahe der Kunreuther Straße. Beim Aufbau werden die zwei vorgefertigten Hälften der Skulptur vor Ort verbunden und auf das bereits fertiggestellte Fundament gesetzt. Die Arbeiten werden voraussichtlich am Donnerstag dieser Woche abgeschlossen.

Der „Freiham Folly“ wird im Rahmen von Quivid, dem Kunst-am-Bau-Programm der Landeshauptstadt München, zum Neubau der beiden Grundschulen in Freiham im Grünband errichtet. Die Grünanlage verbindet sowohl die beiden neuen Grundschulstandorte miteinander als auch Neuaubing mit dem zukünftigen Stadtteil Freiham. Die „Kommission für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum“ hat die Turm-Skulptur „Freiham Folly“ des Künstlerduos Heike Mutter/Ulrich Genth als weithin sichtbare Orientierungsmarke zur Realisierung empfohlen. Sie soll für die Schülerinnen und Schüler sowie auch für die Anwohnerinnen und Anwohner eine identitätsstiftende Wirkung erzeugen. Der Stadtrat hat im September 2017 die Ausführung beschlossen.

Infopoint in Freiham
Umfassende Informationen zu den öffentlichen Baumaßnahmen des Baureferates im entstehenden Stadtquartier Freiham Nord gibt es vor Ort in der Unterführung der S-Bahn-Station Freiham. An sechs 2,80 Meter hohen und 1,40 Meter breiten Infostelen wird auf 75-Zoll-Bildschirmen mit Visualisierungen, grafisch aufbereiteten Übersichtsplänen und Informationsmaterialien ein umfassendes Bild der Bauvorhaben geschaffen. Die gezeigten Inhalte – unter anderem zum Bau von Schulen, Grünflächen, Straßen, des Sportparks oder der LED-Beleuchtung des neuen Stadtviertels – werden je nach Fortschritt bei den einzelnen Projekten angepasst und aktualisiert. Passanten wird es dadurch ermöglicht, sich unmittelbar vor Ort zu informieren. Der Stadtrat hatte im März 2017 dem Baureferat den Auftrag für diese Form der Öffentlichkeitsarbeit erteilt.

Hinweis für Redaktionen: Eine Visualisierung des „Freiham Folly“ sowie Fotos vom Infopoint erhalten Sie bei der Pressestelle des Baureferats (Tel.: 233 60012, Email: presse.bau@muenchen.de). Weitere Informationen finden Sie auf www.freiham-bau.de. Die Stellungnahme der Kunstkommission zum künstlerischen Entwurf können Sie in der Rubrik Einzelwerke, Mutter/Genth, Freiham Folly nachlesen.



 

Lichtkunstwettbewerb für Freiham

Der Bauausschuss des Münchner Stadtrats hat am 8. Mai einstimmig beschlossen, dass das von der Kunstkommission empfohlene Kunst-Licht-Projekt für die öffentlichen Grünflächen von Bildungscampus, Sportpark und Landschaftspark im entstehenden Quartier Freiham-Nord umgesetzt werden soll. Das Baureferat wurde beauftragt, im Zuge der Planungen für den Landschaftspark das Projekt weiter zu konkretisieren.

Im Rahmen von QUIVID, dem Kunst-am-Bau-Programm des Baureferats, wurde zuvor ein Lichtkunstwettbewerb durchgeführt. Der Stadtrat erteilte dafür am 21. März 2017 den Auftrag. Zu dem Wettbewerb waren vier Künstlerinnen und Künstler sowie vier Lichtplanungsbüros eingeladen, die sich jeweils einen Partner der anderen Profession als Teampartner suchten.

Die Aufgabenstellung des Lichtkunstwettbewerbs sah die Realisierung eines künstlerischen Beleuchtungskonzepts vor, das eine Verbindung der öffentlichen Grünflächen des Bildungscampus, des angrenzenden Sportparks und dem zukünftigen Landschaftspark schafft. Die künstlerische Beleuchtung soll die erforderliche Grundbeleuchtung der öffentlichen Flächen ersetzen. Der Wettbewerb gliederte sich in einen Realisierungsteil für Schulcampus und Sportpark und in einen Ideenteil für den Landschaftspark.
Die Kommission für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum empfahl einstimmig den Entwurf „Freiham illuminata // Luce del respiro“ des Teams Olaf Nicolai und Studio Dinnebier aus Berlin zur Realisierung.

Die Stellungnahme der Kunstkommission zum 1. Preis finden Sie in der Rubrik Einzelwerke, Nicolai / Dinnebier, Freiham illuminata / Luce del respiro



 

QUIVID- Kunststadtplan für München

1985 wurden vom Münchner Stadtrat die Richtlinien für die Kunst am Bau beschlossen. Seitdem konnten auf dieser Grundlage über 375 Kunstprojekte realisiert werden. Der neu aktualisierte Stadtplan, der jetzt in 4. Auflage erscheint, zeigt 92 Projekte, die sich entweder im öffentlichen Raum befinden oder von diesem aus gut sichtbar sind. Er gibt damit einen repräsentativen Überblick der entstandenen Arbeiten seit 1985. Der Plan wurde von zwei Stadtratsmitgliedern aus der Kunstkommission angeregt.

QUIVID ist der Name des Kunst-am-Bau-Programms der Landeshauptstadt München. Bis zu zwei Prozent der reinen Baukosten stehen bei kommunalen Bauaufgaben für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum zur Verfügung. Das Baureferat fungiert hierbei als Auftraggeber. Beraten wird das Baureferat von der Kommission für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum. Diesem ehrenamtlichen Gremium gehören in der Mehrheit Kunstfachleute an, außerdem Mitglieder aller Stadtratsfraktionen und die Vorsitzenden der örtlich zuständigen Bezirksausschüsse, daneben ein Mitglied aus der Architektenschaft. Beteiligt sind stets auch die Architekten des jeweiligen Bauprojekts.

Der QUIVID-Kunststadtplan liegt zur Zeit in mehreren städtischen Kunstinstitutionen sowie der Stadt-Information im Rathaus aus und ist auch direkt über das QUIVID-Team erhältlich (Mail: quivid.bau@muenchen.de)